eIDAS-2.0-Ökosystem · EUDI-Wallet

Videoanrufe, bei denen du sicher weißt, mit wem du sprichst.

Verifizierte Peer-to-Peer-Calls: Beide Seiten können sich per EUDI-Wallet (digitaler Personalausweis) ausweisen — und sehen vor dem Verbinden, welche Daten geteilt werden. Nicht mehr, nicht weniger.

Kostenlos · ohne Konto · Open Source

whosit kommt von „who is it?“, also: Wer ist dran? Diese Frage beantwortet die EUDI-Wallet, bevor das Gespräch beginnt.

  • eIDAS 2.0 Compliant WRP Architecture
  • Zero-Knowledge Ready
  • Zero-Retention

    Sie brauchen die Wallet-Prüfung im eigenen Verfahren?

    Für Unternehmen und Behörden: whosit.eu ist gebaut und betrieben von der Kontrollfeld GmbH, die dieselbe Integration auch in Fachverfahren und Portale einbaut — Verifier-Betrieb, Vorbereitung der WRP-Registrierung, Anbindung an vorhandenes Single Sign-on, Self-Hosting.

    EUDI-Wallet integrieren

    whosit ist Launch-Partner der deutschen EUDI-Wallet

    Die staatliche Wallet heißt d‑you und startet am 2. Januar 2027. whosit ist einer von rund 40 Launch-Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, deren Anwendungen zum Start bereitstehen — in der Partnerliste des BMDS als Kontrollfeld geführt, dem Unternehmen dahinter (Pressemitteilung des BMDS, 9. September 2026).

    Bis dahin lässt sich whosit.eu schon heute ausprobieren — mit einer Testwallet, der Test-Identität „Erika Mustermann“ und der Test-App der SPRIND GmbH.

    In vier Schritten zum verifizierten Anruf

    Kein Konto, keine App-Installation — nur ein Link und deine EUDI-Wallet.

    1. Einladung mit fixem Attribut-Set

      Du wählst aus einer festen Liste zugelassener Basis-Attribute — Vorname, Nachname, „über 18“. Freie Abfragen gibt es nicht, auch nicht für Betreiber.

    2. EUDI-Wallet scannen

      Per QR oder Link, nach dem Standard OpenID4VP. Die Wallet zeigt dir den gebundenen Zweck und gibt nur die angefragten Felder frei — Selective Disclosure.

    3. Symmetrischer Privacy-Review

      Beide Seiten sehen zuerst nur, welche Felder ausgetauscht werden. Die Werte liefert der Server erst aus, wenn beide zugestimmt haben.

    4. P2P-WebRTC-Verbindung startet

      Erst danach beginnt der SDP-/ICE-Austausch. Video, Audio und Chat fließen direkt zwischen den Geräten, Ende-zu-Ende verschlüsselt.

    Vorbereitet auf die QES

    Vom Videoanruf zur digitalen Unterschrift

    Im verifizierten Gespräch chattet ihr, schickt Dateien, teilt den Bildschirm und unterschreibt ein PDF gemeinsam. Alles läuft direkt zwischen euren Geräten, Ende-zu-Ende verschlüsselt.

    Jede Unterschrift wird mit dem geprüften Ausweis abgeglichen. So gehört sie nachweislich zu der Person, mit der du sprichst.

    Heute
    Demo-Signatur im PDF-Standard PAdES, mit Abgleich gegen den Ausweis. Noch ohne Rechtswirkung.
    Mit der QES
    Qualifizierte Signatur über einen Vertrauensdiensteanbieter, später direkt aus der EUDI-Wallet. Rechtlich gleichwertig zur handschriftlichen Unterschrift, im selben Ablauf. Erwartet ab 2027.

      Verordnung (EU) 2024/1183 · ARF

      eIDAS 2.0 & Privacy-by-Design

      Drei Architektursäulen. Keine davon ist eine Einstellung, die sich abschalten lässt.

      Auf WRP-Zulassung ausgelegt

      Gebaut nach den Anforderungen an eine zugelassene Relying Party (EU-Verordnung 2024/1183): zweckgebundene Abfrage ausschließlich verifizierter Basis-Attribute aus der PID. Die Liste der abfragbaren Attribute ist im Quellcode festgeschrieben und lässt sich nicht per Konfiguration erweitern.

      Erzwungen in src/wrp-policy.ts · nachprüfbar unter /wrp-policy

      Zero-Retention-Architektur

      Keine Speicherung von Ausweisdaten. Die kryptografische Verifikation erfolgt stateless im Backend, der Datenaustausch nur P2P im Browser. Es gibt keine Datenbank und keinen Dateipfad, in den Ausweisinhalte geschrieben werden könnten.

      Prüf-Protokoll ohne Werte: src/audit.ts · Wallet-Anfrage mit intent_to_retain: false

      Beidseitige Souveränität

      Selective Disclosure mit Pflicht-Review: keine Datenübertragung ohne explizite Freigabe im Call-Room. Die Werte verlassen den Server erst, wenn beide Seiten zugestimmt haben — vorher kann kein Client sie anzeigen, weil er sie nicht besitzt.

      Server hält Werte zurück bis BOTH_CONSENTED · vor jedem SDP-Austausch

      Technik & Datenschutz

      Vertrauen entsteht nicht durch Versprechen, sondern durch Architektur.

      Datensparsamkeit per Design

      Geteilt wird nur, was pro Anruf ausgewählt wurde — z. B. nur „über 18“ statt Geburtsdatum. Werte werden erst nach beidseitiger Zustimmung sichtbar; der Server protokolliert keine Ausweis-Inhalte.

      eIDAS-2.0-kompatibel

      Identitätsnachweise kommen aus der EUDI-Wallet (PID) über OpenID4VP — kryptografisch geprüft im europäischen eIDAS-2.0-Rahmen statt per Selbstauskunft.

      Peer-to-Peer & verschlüsselt

      Video, Audio und Chat fließen direkt zwischen den Browsern (WebRTC, DTLS-SRTP-verschlüsselt). Der Server vermittelt nur den Verbindungsaufbau — Inhalte sieht er nie.

      Weitere Nachweise im Gespräch (Pro)

      Im laufenden Anruf lassen sich zusätzliche Wallet-Nachweise anfragen — etwa eine Wohnraum-ID für die Beherbergungssteuer. Das Gegenüber sieht vorab die exakte Feldliste und kann jederzeit ablehnen; die Werte sieht nur die anfragende Person. Welche Nachweise anforderbar sind, bestimmt der Betreiber per Konfiguration — ohne Codeänderung.

      Open Source unter der AGPL-3.0

      Der Quellcode der Community Edition liegt offen auf GitHub — prüfbar statt Blackbox. Der Self-Hosting-Weg ist Teil der Software: Docker Compose inklusive eigenem TURN-Relay.

      Sicherheitscode gegen Mithörer

      Beide Seiten sehen denselben kurzen Sicherheitscode — zusätzlich ins Videobild eingeblendet. Stimmt er überein, hört niemand heimlich „in der Mitte“ mit (Schutz vor Man-in-the-Middle).

      Dokumente teilen & gemeinsam signieren

      Im Gespräch lässt sich ein PDF direkt Ende-zu-Ende teilen und von beiden Seiten unterschreiben — gebunden an die geprüfte Identität: die Signatur gehört nachweislich zum verifizierten Gesprächspartner.

      Mehr im Gespräch

      Chat mit Datei-Transfer, Bildschirm teilen, Mehrparteien-Calls (Full-Mesh), Handheben und Reaktionen — je nach Edition zuschaltbar.

      Technik im Detail ansehen

      iOS-App · TestFlight-Beta

      Jetzt auch als App fürs iPhone NEU

      whosit gibt es als native iOS-App — als TestFlight-Beta. Einfach dem Link folgen und mittesten.

      • Termin als Apple-Wallet-Pass NEU — Erinnerung am Sperrbildschirm, ein Tipp öffnet den verifizierten Anruf
      • Einladungs-Links öffnen direkt die App (Universal Links)
      • Heller & dunkler Modus, aufgeräumte Bedienung in Schritten
      Über TestFlight testen

      Auf dem iPhone: kostenlose TestFlight-App von Apple installieren, dann Link öffnen — damit lädst du whosit.

      Bereit für den ersten verifizierten Anruf?

      Raum erstellen, Link teilen, ausweisen — fertig. Ohne Konto, direkt im Browser.

      Jetzt Anruf starten